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    in Burghausen

Third Mission

Mit dem Thema "Third Mission" wollen wir unsere vernetzenden Maßnahmen als Schnittstelle zur Bevölkerung aufzeigen.

Hier ein Einblick in unsere Projekte:

KinderUni

Seit diesem Jahr findet die KinderUni der VHS Burghausen-Burgkirchen im Audimax des Campus Burghausen statt. Kinder zwischen 8 und 12 Jahren können so im neuen Gebäude der Hochschule echte Hörsaalatmosphäre schnuppern. Bei der ersten „Vorlesung“ mit 85 kleinen Nachwuchs-„Studierenden“ löste Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad, Institutsleiterin des Campus Burghausen, die Frage auf: Wie funktioniert ein Airbag?

Einen kurzen Artikel über unsere erste KinderUni finden Sie hier.

Weitere Informationen gibt es unter https://vhs-burghausen.de/programm/vhs-spezial/kurs/KinderUni+Burghausen/nr/659020/bereich/details/kat/34/#inhalt .

 

Soziale Projekte

Noch vor den Covid-19 Beschränkungen fand am Campus Burghausen die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung und Etablierung eines von der Campus-Familie getragenen sozialen Engagements „Third Mission“ statt.

Die Idee zum Aufbau eines gemeinsamen sozialen Projekts sei seit dem Beginn Ihrer Tätigkeit als Institutsleiterin am Campus, ein großes Anliegen gewesen, erklärte Prof. Dr. Bolzern-Konrad bei der Begrüßung der Anwesenden im neuen Audimax. Aufgrund des hohen inhaltlichen und zeitlichen Anspruchs im Rahmen des Aufbauprozesses des Campus Burghausen waren leider bis dato keinerlei Kapazitäten zur Umsetzung eines derartigen Projektes verfügbar.

Der Kinofilm „Die stille Revolution“, der Anfang des Jahres 2019 im Rahmen der cb-live Reihe gezeigt wurde, sensibilisierte das Campus-Team zudem für das Thema „soziales Engagement als Teambildung“. Ziel ist es nun, ein „Projekt“ zu finden, welches das Campus-Team „mitnimmt, noch näher zusammenbringt und vor allem Hilfe dort zu leisten, wo Hilfe benötigt wird“.

Vorgestellt wurden die Schul- und Bildungsprojekte von „KITE“ und „Für Kinder in Kenia e.V.“, sowie das ambitionierte Projekt „Once a Month“ einer Studierendengruppe der Hochschule Göttingen.

Um das Projekt „Once a month“ persönlich vorzustellen sind Pia Roddewig, Marla Neuschäfer und Igor Foki, drei Studierende der Hochschule Göttingen angereist. Eindrucksvoll schilderten sie von ihrem Vorhaben, afrikanischen Mädchen adäquate Artikel für ihre Monatsblutung bereitzustellen um ihnen somit einen uneingeschränkten Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen. Lt. einer Studie der UNESCO versäumt jedes zehnte ugandische Mädchen während ihrer Monatsblutung die Schule. Als Gründe für das Versäumen des Unterrichts wurde unter anderem Regelschmerzen, Scham und v.a. das Fehlen von entsprechenden Hygieneartikel genannt. Das Team der  Hochschulgruppe Enactus Göttingen e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Binde zu entwickeln, die sich nicht nur vor Ort herstellen lässt, sondern auch vollständig biologisch abbaubar ist. Als Basis dieses Produktes wird die Bananenstaude verwendet. Bei diesem Prozess werden die Fasern der Staude vom restlichen Stamm mechanisch abgetrennt und zunächst getrocknet. Anschließend werden die einzelnen Fasern zerkleinert und mit kochender Natriumhydroxid-Lösung behandelt. Letztendlich entsteht ein saugfestes Papier, welches den Kern der Binde darstellt. Derzeit arbeiten die Studierenden an einem biologisch abbaubaren Auslaufschutz für die Unterseite der Binde. Enactus ist eine internationale Non-Profit Organisation mit bereits über 75.000 Studierenden in 36 Ländern.

Das in Burghausen beheimatete „KITE – Schulprojekt“ wurde von Frau Christine Wimmer vorgestellt. Unterstützt wurde sie von Franz Wimmer, sowie Felix Postberg, der gerade erst aus Ghana zurückgekommen war und sozusagen exklusive Einblicke in das Schulleben der Kinder geben konnte. KITE setzt sich bereits seit 2001 für die Schulbildung von gesellschaftlich benachteiligte, körperlich behinderte und bedürftige Kinder in Ghana ein. Insbesondere diese Kinder sollen eine Schulbildung erhalten, um so ihr weiteres Leben selbständig bewerkstelligen zu können. Bereits zwei Jahre nach Projektgründung konnte die Schule eröffnet werden. Bis zum heutigen Tag wurde viel erreicht. So bekam die Schule beispielsweise einen eigenen Brunnen, zudem wurde ein Internat   eröffnet. 2011 konnte der erste Jahrgang erfolgreich die Primary School abschließen und die Junior High School eröffnet werden. Bereits ein Jahr später ging der Wunsch von einem Physiotherapie-Zentrum in Erfüllung. Bis 2016 konnten weitere Maßnahmen, wie der Bau eines externen Speisesaals und die Anschaffung von eigenen Schulbussen durchgeführt werden. KITE ist ein gemeinnütziger, ortsansässiger Verein. In Zusammenarbeit mit Ordensschwestern vor Ort soll auch zukünftig der Schulbetrieb für die Schwächsten der Gesellschaft gewährleistet werde. Dafür ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Zum Schluss wurde das Schulprojekt „Shining Star“ und die Arbeit von „Für Kinder in Kenia e.V." von Diana Mödl vorgestellt. Der gemeinnützige Verein „Für Kinder in Afrika e.V.“ betreut seit 14 Jahren die Schule „Shining Star“ in Muhuru-Bay am Viktoriasee. Fand der Unterricht anfänglich unter einem Baum und später in einem maroden Lehmgebäude, sowie ohne nennenswerte Schulmaterialien statt, so ist man inzwischen stolz, sagen zu können, dass sich „Shining Star“ zu einer der angesehensten und besten Schulen des Bezirks entwickelt hat. So besteht die Schule mittlerweile aus einer achtklassigen Grundschule (Primary) mit Kindergarten und Vorschule, sowie der weiterführenden, vierklassigen Secondary School. Da die Menschen in dieser Region nach wie vor sehr arm sind, ist das Schulgeld niedrig. Für Waisen ist der Schulbesuch frei, ebenso wird durch den Verein eine medizinische Versorgung gewährleistet. Zudem haben alle Kinder Zugang zu sauberem Trinkwasser. Um die Familien der Kinder bestmöglich zu entlasten und somit sicherzustellen, dass diese die Schule besuchen dürfen, werden alle Kinder in der Schule verköstigt. Waisen haben dort zudem ein Zuhause gefunden und werden hier außerhalb des Unterrichts von zwei „Hausmüttern“, den Matrons betreut. Ein Teil der für die Waisenkinder anfallenden Ausgaben wird durch Patenschaften finanziert. Soweit es die finanziellen Mittel erlauben, wird besonders begabten Schülern/Innen der Besuch eines Colleges oder einer Universität finanziert. 2019 freute man sich über zwei erfolgreiche Bachelorabschlüsse in Medizin und Informationstechnologie. In den vergangenen Jahren wurde bereits viel investiert und erreicht. Um die Schule am Laufen zu halten, sie weiter zu entwickeln und geplante Projekte, wie z.B. die Anschaffung eines Fahrzeuges zu ermöglichen, ist der Verein auf Spenden und finanzielle Unterstützung angewiesen. Auch Patenschaften für Waisenkinder sind eine Möglichkeit Hilfe dort zu leisten, wo sie am dringensten benötigt wird!

Beeindruckend, im höchsten Maße informativ und vor allem mit Herzblut wurden die jeweiligen Projekte vorgestellt.

Eine Entscheidung, welches dieser Projekte in Zukunft von der Campus-Familie getragen und unterstützt werden soll, wird keinesfalls leicht werden!

Bei Interesse an der Unterstützung eines oder mehreren Projekten wenden Sie sich bitte an:

Frau Diana Mödl
Diana.moedl(at)th-rosenheim.de
08031-805-4003