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Gespräche - wo die Chemie stimmt: Interview mit Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad

Prof. Dr. Britta Bolzern-Konrad, Institutsleitung Campus Burghausen

Nun hat das zweite Semester im Campus Burghausen begonnen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was ist das Besondere an der Campus Burghausen und was ist für die Zukunft geplant?

Wir sind gestartet mit hoher Motivation und dem Unternehmergeist eines Start-Up Unternehmens, schließlich ist es nicht alltäglich einen neuen Campus aufzubauen. Die Aufgabenstellungen waren und sind sehr vielschichtig: über neu aufzubauende Vorlesungen, organisatorische Herausforderungen, räumliche Planungen, Investitionen, neue Personaleinstellungen und Professurausschreibungen und vieles mehr. Wir hatten und haben viele Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten, aber wir tun dies mit Begeisterung. 

Auch die Studenten sind von dieser Stimmung getragen. Sie fühlen sich als Pioniere und freuen sich, von Beginn an mit Einfluss nehmen zu können. So haben Sie bereits im ersten Semester einen Verein gegründet. Aber auch darüber hinaus ist die Atmosphäre von einem offenen und direktem Umgang geprägt. Dozenten und Studenten haben einen intensiven Kontakt, der es ermöglicht, Fragen direkt zu beantworten, neue kreative Ideen direkt aufzugreifen und tatsächlich interdisziplinär zu denken und zu handeln: ein besonderes PLUS eines familiären Campus, eingebettet in eine große etablierte Hochschule. 

Und nicht nur das, bereits im ersten Semester haben wir die angewandte Lehre bereits praktisch umgesetzt. Im Chemieingenieurwesen mit Praxiseinheiten, zunächst im Labor, in den nächsten Semestern an verfahrenstechnischen Anlagen und später im Technikums-Maßstab und in der Industrie vor Ort. Gelebte Praxisnähe ist neben einer fundierten Grundausbildung großgeschrieben – in beiden Studiengängen. Die Betriebswirtschaftslehre in Burghausen, mit der Besonderheit  technisch ausgerichteter Module im Wahlpflichtbereich, spricht ein breites Spektrum an Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette an. Auch hier wurden die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre direkt anhand von Eindrücken aus Betriebsbesichtigungen greifbar gemacht. Dies hilft nicht nur die Sinnhaftigkeit des theoretisch Gelernten zu untermauern; es stellt schon im frühen Stadium einen Bezug zur Industrie vor Ort her, der eine wesentliche Weichenstellung mit Blick auf anstehende Praktika, das Praxissemester selber und die abschließende Bachelorarbeit für beide Studiengänge darstellt. Eine Industrienähe, die auch durch unseren aktiv mitgestaltenden Beirat stark geprägt wird. 

Aufbauend auf all diesen Aktivitäten planen wir bereits die nächsten beiden Studiengänge, die das Konzept von final 700 oder mehr Studenten erst richtig abrunden. Auch über Masterstudiengänge denken wir ernsthaft nach. Bringen wir es auf den Punkt: ‚Studieren, wo die Chemie stimmt‘, ist am Campus Burghausen eine Überzeugung, die in allen Facetten gelebt wird und seine Ausstrahlung nicht verfehlt.